Für die Sicherheit unserer Familien im Landkreis Ansbach – Grüne setzen sich im Kreistag für familienfreundliche Strukturen und verlässliche Gesundheitsversorgung ein
Die konstituierende Sitzung des Kreistags am 18. Mai 2026 hat aus Sicht der Grünen Kreistagsfraktion deutlich gemacht: Wer Familien im Landkreis Ansbach Sicherheit und eine langfristige Lebensperspektive geben will, muss familienfreundliche Strukturen endlich zur politischen Leitlinie machen – in der Gremienarbeit ebenso wie bei der Gesundheitsversorgung und der öffentlichen Daseinsvorsorge. Gerade die angekündigte Schließung der einzigen Kinderstation in Westmittelfranken zeigt, wie entscheidend verlässliche Strukturen für das Sicherheitsgefühl und die Lebensrealität von Familien vor Ort sind.
Familienfreundliche Politik braucht familienfreundliche Strukturen
Mit fünf Frauen unter acht Kreistagsmitgliedern stellen die Grünen den höchsten Frauenanteil aller sieben Fraktionen im Ansbacher Kreistag. Der Frauenanteil im Ansbacher Kreistag liegt mit unter einem Viertel weiterhin deutlich unter einer paritätischen Vertretung von Frauen. Auch bayern- und bundesweit sind Frauen in Kreistagen und kommunalen Parlamenten immer noch deutlich unterrepräsentiert.
Im Rahmen der Diskussion um die Änderung der Entschädigungssatzung ging es unter anderem um die Erstattung mandatsbedingter Betreuungskosten für Eltern mit Kindern unter zwölf Jahren sowie für pflegende Angehörige. Die Grünen sehen darin einen wichtigen Baustein für eine familienfreundliche Ausgestaltung der Gremienarbeit, den der Freistaat Bayern mit der Kommunalrechtsnovelle 2023 auf den Weg gebracht hat.
Die neue Kreisrätin und Kreisvorsitzende der Grünen im Landkreis Ansbach, Franziska Wurzinger, erklärt:
„Wer Kinder betreut oder Angehörige pflegt, kann ein Ehrenamt nicht einfach nebenbei ausüben. Gerade Frauen stehen oft vor der Herausforderung, Familie, Beruf und politisches Engagement miteinander zu vereinbaren. Familienfreundliche Strukturen im Kreistag sorgen dafür, dass mehr Perspektiven am Tisch sitzen – und genau das brauchen wir für gute Entscheidungen im Landkreis.“
In der Debatte wurde deutlich, dass die Herausforderungen in der Kommunalpolitik und strukturelle Lösungen gerade im Hinblick auf die Vereinbarkeit mit der Familie immer noch unterschätzt werden.
“Wir freuen uns, dass dieser Änderung mehrheitlich zugestimmt wurde”, unterstreicht die Fraktionsvorsitzende Gabi Schaaf. “Wenn Familien im Landkreis bleiben sollen, brauchen sie das Gefühl, dass ihre Lebensrealität ernst genommen wird. Dazu gehören verlässliche Kinderbetreuung, wohnortnahe Gesundheitsversorgung und politische Strukturen, die Beteiligung ermöglichen statt erschweren.“
Verlässliche Gesundheitsversorgung ist Teil der Daseinsvorsorge
Besonders deutlich zeige sich dies aktuell bei der angekündigten Schließung der einzigen Kinderstation in Westmittelfranken am Standort Ansbach zum Ende des Jahres. Kreisrätin Sophia Göppel-Kraft hatte hierzu unter dem Tagesordnungspunkt „Sonstiges“ eine Anfrage an den Landrat gestellt.
Göppel-Kraft betont: „Wir wissen, wie es ist, wenn im Notfall die eigenen Kinder auf der Kinderstation in Ansbach behandelt werden müssen. Dass Familien künftig womöglich keine verlässliche stationäre Kinderkrankenversorgung mehr vor Ort haben, ist ein massiver Einschnitt für die gesamte Region.“
Weiter sagt Göppel-Kraft: „Gerade Familien mit kleinen Kindern oder mehreren Geschwisterkindern können nicht einfach weite Wege in Kauf nehmen. Familien im Landkreis müssen wissen, wie es weitergeht. Deshalb erwarten wir, dass der Landrat seinem Versprechen nachkommt und mit Hochdruck an tragfähigen Lösungen für eine verlässliche Versorgung arbeitet.“
Die Grünen fordern, dass die Versorgungssicherheit für Familien in Westmittelfranken oberste Priorität erhält.
Die Grünen sehen in der Debatte um Betreuungskosten und der Diskussion um die Kinderstation einen gemeinsamen Kern: Familienfreundliche Politik entscheidet darüber, ob Menschen im Landkreis Ansbach langfristig Sicherheit und eine Lebensperspektive sehen.
„Ein familienfreundlicher Landkreis entsteht nicht durch Worte allein. Er entsteht dort, wo politische Entscheidungen zeigen, dass Familien mitgedacht werden – im Ehrenamt, in der Gesundheitsversorgung und in der gesamten Infrastruktur unseres Landkreises“, so die Fraktion abschließend.



