Energiewende braucht Synchronisation – aber keinen Rückschritt

Heute war ich außnahmsweise außerhalb des Landkreises unterwegs.

Denn wir haben in unserer Sitzung des Fachausschusses „Energiegenossenschaften“ des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) – an der ich in meiner ehrenamtlichen Genossenschaftsfunktion teilgenommen habe – die geleakten Pläne von Energieministerin Reiche intensiv besprochen.

Meine persönliche Einschätzung: Natürlich wissen wir, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien, der Batteriespeicher und der Netzausbau deutlich besser synchronisiert werden müssen. Dafür braucht pragmatische Lösungen und auch Veränderungsbereitschaft.

Gleichzeitig darf die notwendige Energiewende nicht ausgebremst werden. Sie ist ein zentraler Baustein für wirtschaftliche Stärke, Versorgungssicherheit und Innovationsfähigkeit.

Wenn wir jetzt den Ausbau erneuerbarer Energien abbremsen, treiben wir am Ende vor allem eines voran: eine längere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern – mit allen wirtschaftlichen, geopolitischen und sicherheitspolitischen Risiken.

Die Kritik aus der Fachwelt – unter anderem von Prof. Michael Sterner – zeigt deutlich, welche Auswirkungen aktuelle Vorschläge auf die Energiewende haben könnten:

▶️ Einordnung zum Netzpaket: https://youtu.be/YgwwJeMG88g?si=o1sKQc9O0nCpiTgn

▶️ Einordnung zur EEG-Anpassung: https://youtu.be/QGGa5F2QwR0?si=__NCl9mf_LtxrA78

Energiepolitik ist immer auch Sicherheitspolitik. Die aktuellen geopolitischen Entwicklungen zeigen erneut, wie riskant energiepolitische Abhängigkeiten sein können.

Deshalb sollten wir alles daransetzen, den Ausbau erneuerbarerEnergien, regionale Wertschöpfung und eine stabile Energieversorgung gemeinsam voranzubringen – gerade auch in Bayern.

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